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Tierartenidentifikation im KIN Lebensmittelinstitut

Das KIN bietet Ihnen zwei verschiedene Methoden zur Tierartenidentifizierung:

Die „Polymerase-Ketten-Reaktion“ (PCR) als molekularbiologische Methode und das „Enzyme-linked immunosorbent Assay“ (ELISA), ein immunchemisches Verfahren.

Die Nachfrage, Lebensmittel auf verschiedene Tierarten zu untersuchen ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Ob tierische Bestandteile in veganen Produkten ausgeschlossen/nachgewiesen werden sollen, oder bestimmte Tierarten, wie z.B. Schwein in Halal-Produkten. Die Sicherheit, dass die Deklaration auch den tatsächlichen Verhältnissen entspricht und die Spezifikationsanforderungen, zum Beispiel von Seiten des Handels zu verifizieren kann durch den Einsatz einer geeigneten Analytik gewährleistet werden.

Bei der PCR werden bestimmte DNA-Abschnitte vervielfältigt. Dies geschieht mit Hilfe von kleinen DNA-Stücken, den sogenannten „Primern“, die an den gesuchten DNA-Abschnitt binden und somit während der PCR-Reaktion für die Vervielfältigung der gesuchten Sequenz sorgen.

Als Weiterentwicklung zur klassischen PCR findet heute in der Routineanalytik die Real-Time-PCR ihren Platz.

Mit dieser Methode, im Gegensatz zur qualitativen „Endpunkts-PCR“, lässt sich in Echtzeit die Reaktion verfolgen. Grundsätzlich ist die Methode auch dazu geeignet eine grobe Quantifizierung vorzunehmen. Dies funktioniert mit der Hilfe von Fluoreszenz-Messungen. Während der Vervielfältigung der DNA nimmt auch die Fluoreszenz proportional mit der Menge der entstandenen PCR-Produkte zu.

Als Routine-Dienstleistung bietet das KIN Ihnen die Untersuchung von Lebensmitteln mittels Real-Time PCR auf Schwein, Rind, Pferd, Schaf, Pute und Huhn an.

Auf Wunsch wird auch auf jede andere Tierart, für die PCR Primer zur Verfügung stehen, zum Beispiel Wild oder diverse Fischarten, getestet.

Die zweite Methode, der „Sandwich-ELISA“, ist ein Verfahren, bei dem eine Immunreaktion an einer festen Phase durchgeführt wird. An dieser wird ein primärer Antikörper immobilisiert, der als Bindungsstelle für das Antigen in der Probe dient. Bei Zugabe der Probe bindet dieses (sofern vorhanden) an den primären Antikörper. Wird der zweite Antikörper hinzugegeben, entsteht das so genannte “Sandwich“ (das Antigen ist nun von zwei Antikörpern umschlossen). Der zweite Antikörper ist mit einem Enzym markiert, sodass durch eine enzymatische Reaktion das Antigen detektiert werden kann.

Im KIN-Leistungsangebot finden Sie die Untersuchung von Lebensmitteln mittels ELISA auf Schwein, Rind, Schaf, Geflügel (Huhn und Pute). Auch hier können wir in Ihren Proben auch auf Anfrage weitere Tierarten detektieren.
Ihre Fragen zur Tierartenidentifizierung mittels Real-time PCR oder ELISA beantworten wir gerne:

Seline Sturmhoebel
Staatl. Gepr. Lebensmittelchemikerin
Sachverständige Lebensmittelrecht & Chemie
e-Mail: sturmhoebel@kin.de
Telefon: 04321-601-59

 

PCR am KIN
Foto: D.Masbaum, copyright Marke: 3M
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