Navigation

INDUSTRIE 4.0

QUALITÄTSSICHERUNG UND INDUSTRIE 4.0

Qualität und Qualitätssicherung haben einen hohen Stellenwert in Unternehmen. Mit dem Einzug von „Industrie 4.0.“ entstehen neue Anforderungen. So wird neben der bestehenden Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit von Produkten, auch die Sicherung der Abläufe des Informationsflusses zunehmend an Bedeutung gewinnen.

In der Fabrik der Zukunft kommunizieren Mensch, Maschine, Ressourcen und Produkte wie selbstverständlich miteinander.

Stark kundenspezifische Produkte mit der Möglichkeit der kurzfristigen Umsetzung von Änderungswünschen, erfordern eine vernetzte Produktion. Diese Vernetzung kann z.B. Maschinendaten in Echtzeit verarbeiten und auswerten. Leistungsveränderungen während der Prozesse können festgestellt werden, sodass die Maschine vorbeugend eine Instandhaltung anfordern kann, die dann vom Mitarbeiter durchgeführt wird.

Darüber hinaus sollen qualitätsrelevante Parameter, die in Echtzeit über Sensoren an die überwachenden Systeme kommuniziert werden, dazu führen, dass die Qualitätssicherung für wichtige Kriterien wie Temperaturführung direkt aus dem Prozess überprüft werden kann.

Wir am KIN arbeiten derzeit an der Umsetzung eines virtuellen Modells für die klassischen Produktionsprozesse, wie sie z.B. auch in der fleischverarbeitenden Industrie üblich sind. Hierbei werden virtuelle Elemente mit modular aufgestellten realen Anlagen, z.B. Waagen, flexibel verbunden und zudem auch die wesentlichen Elemente der Rückverfolgbarkeit berücksichtigt. Solche Modelle können insbesondere für Schulungszwecke und zur Veranschaulichung an Best Practice-Days genutzt werden.

Anfang 2017 wurde im Rahmen unseres 1. KIN-Best Practice Day: Lebensmittelproduktion im digitalen Wandel das Modell zum ersten Mal vorgestellt.

Industrie 4.0 im Technikum

Auch im KIN-eigenen Technikum spielt das Thema Industrie 4.0 mittlerweile eine große Rolle. Im Vordergrund stehen dabei die Optimierung von Herstellungsprozessen sowie auch Produktionsanlagen, die mit Waagen, Analysegeräten und Dokumentationsdatenbanken vernetzt werden sollen. Dabei wird ein klassischer Kernprozess der Herstellung im Mittelstand abgebildet, in dem es um Füllen, Wägen, Versiegeln, thermische Behandlung und interne Produktionslogistik geht.

Im KIN-Technikum arbeiten wir eng mit Anlagenbauern, Waagen- und Produktionsterminalspezialisten sowie mit Herstellern von Anlagen zur thermischen Behandlung von Lebensmitteln zusammen (zum Beispiel Felten Group, CAITRON und Höfelmeyer Waagen GmbH).

Industrie 4.0 im Seminarwesen

Mit Workshops und neuen Ansätzen in der Weiterbildung bereitet das KIN-Lebensmittelinstitut Fachkräfte und Unternehmen gezielt auf das neue Industriezeitalter vor.

Neben den in vergangenen beiden Jahren gezielt zu diesem Thema veranstalteten Workshops und Foren wird für 2017 erstmalig eine 6-monatige Weiterbildung zum Prozesstechnologen 4.0 in das umfangreiche Seminarprogramm aufgenommen. Im Zertifikatslehrgang lernen die Teilnehmer Prozesse systematisch zu optimieren – für eine effiziente Produktion und bessere Ergebnisse.

Im Mittelpunkt der Qualifizierung steht das dynamische Management von operativen Prozessen der Industrie 4.0. Anhand von praxisnahen Fallbeispielen erfahren die Teilnehmer, wie sie Schwachstellen anhand von Kennzahlen erkennen, Verschwendungen vermeiden und Potenziale nutzen können. Dazu werden die Prinzipien von Lean Management vermittelt. Zudem lernen die Teilnehmer die Six-Sigma-Methode für Qualitätsmanagement anzuwenden.

Industrie 4.0 in der Fachschule für Lebensmitteltechnik

Für die Herausforderungen der Industrie 4.0 ist es unerlässlich, komplexe Prozesse verstehen und steuern zu können. An der KIN-Fachschule für Lebensmitteltechnik kommen in der Weiterbildung zum Staatlich geprüften Lebensmitteltechniker dabei auch außergewöhnliche Lehrmittel wie „Lego Mindstorms“ zum Einsatz. Mit diesen Lego-Bausätzen lernen die angehenden Techniker, wie Maschinen miteinander kommunizieren. Sie können damit Robotermodelle nachbilden, aber auch ganz typische Prozessabläufe der Lebensmittelindustrie zusammenstellen.

Gebaut werden beispielsweise Sortierer, die bestimmte Steine erkennen oder es werden Roboterarme programmiert, die Steine von A nach B transportieren. Die Schüler erkennen dabei, was bei diesen Automatisierungsprozessen im Hintergrund passiert, aber auch, was man den Elementen konkret mitteilen muss, um das erwartete Ergebnis zu sehen.

Zukünftig geplant ist auch die Nutzung der virtuell aufgebauten Produktionssimulation.


Unsere Industrie 4.0-Kooperationspartner:

 












 

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. OK