Kochinselaktion des KIN mit Herstellern auf der Internationalen Grüne Woche 2010 (News vom 04.02.2010)

Am 24. Januar 2010 ging nach 10 Tagen die Internationale Grüne Woche in Berlin zu Ende. Die weltgrößte Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist Branchenbarometer, internationale politische Bühne, Erlebniswelt und Millionenmarkt. 400.000 Besucher kauften und konsumierten in den 26 Hallen für rund 40 Millionen Euro.

 

Schleswig-Holstein is(s)t lecker! – Unter diesem Motto präsentierte sich das Land Schleswig-Holstein auf der 75. Internationalen Grünen Woche in Halle 22a ansprechend und informativ mit regionalen Herstellern. Am Eröffnungs-Wochenende führte das KIN auf der Kochinsel der Schleswig-Holstein Halle mit verschiedenen Ausstellern unter dem Motto „Aromen erkennen und erleben“ mit dem Publikum sensorische Tests durch.

 

So standen am Freitag in Zusammenarbeit mit der Appelwarder Kate, Preetz eine Verkostung von Holsteiner Katenschinken und die Geruchserkennung von Gewürzen, die bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren eine Rolle spielen, auf dem Plan. Der Samstag stand im Zeichen der schleswig-holsteinischen Robustrind-Haltung und der Auswirkung der Weidenhaltung im Stiftungsland Schleswig-Holstein auf den Fleischgeschmack. 10 zufällig gewählte Messebesucher verkosteten und bewerteten Robustrindfleisch vom Auerochsen, Highlandrind und Galloway neben einer Probe konventionellen argentinischen Rindfleisches, das Küchenmeister Michael Stöcken vom Restaurant Hartmut Kolodzey in Karlsminde zartrosa gebraten hatte. Yvonne Spethmann vom Lebensmittelinstitut KIN aus Neumünster hatte dazu einen Fragebogen vorbereitet, Stiftungsmitarbeiterin Ingrid Schulze klärte die Probanden über die Herkunft der Naturschutzrinder aus dem Stiftungsland auf.

 

Am Sonntag ging es auf der Kochinsel um die Aromabildung und die Reifung von Käse. Sensorikerin Yvonne Spethmann des KIN und Joachim Burgemeister, Geschäftsführer der Gutskäserei Behl ließen die Besucher herausfinden, ob sie den milden Geschmack von jungem oder lieber von lang gereiftem Käse bevorzugen. Die Gutskäserei Behl im Kreis Plön gehört zu insgesamt 30 handwerklichen Käsereien, die mit über 100 verschiedenen Käsesorten die Käsekultur im Land zwischen den Meeren seit 10 Jahren fördern. Die schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf beteiligte sich begeistert an der Käseprüfung. Ihr Urteil zum milden 5-Seen-Käse: „Lecker!“

 

Nicht nur als nationaler, sondern auch als internationaler Politiker-Treffpunkt hat sich die Grüne Woche etabliert. Die Vertreter von rund 50 Ländern folgten der Einladung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zum «Weltagrargipfel». Sie stimmten eine internationale Strategie zu Landwirtschaft und Klimaschutz ab. Streit gab es allerdings auch: Mit scharfen Worten kritisierten Ernährungsindustrie und der Bauernverband einhellig den Preiskampf der Lebensmittel-Discounter. Schluss mit der Verschleuderung von Lebensmitteln und des «ruinösen» Preiswettbewerbs, lautet die Parole. «Irgendwann wird dieser Spuk der Lebensmitteleinzelhändler ein Ende haben», ist Bauernpräsident Gerd Sonnleitner zuversichtlich. Auf der Messe herrschte zwischen Handel und Agrar- und Ernährungsbereich «eisiges Schweigen» - es gab diesmal keine Gespräche mit dem Handel.

 Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf (Mitte) mit Yvonne Spethmann, KIN und Joachim Borgemeister, Gutskäserei Behl bei der Käse-Verkostung

 

Blick auf die Kochinsel in der Schleswig-Holstein Halle

 

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Verkostung von Robustrindfleisch