Wirtschaftliche Gründe für eine Autoklavenvalidierung

In den vergangenen Artikeln wurde bereits deutlich, dass eine Validierung gefordert ist und auch häufig qualitative Vorteile für die Produkte bringt.

 

Dieser Artikel zeigt wirtschaftliche Gründe für eine Autoklavenvalidierung auf.

 

Der Verbrauch von Dampf, Druckluft oder Wasser ist einer der wesentlichen Faktoren für die Wirtschaftlichkeit des Lebensmittelproduktionsbetriebs.

 

Dass ein Sterilisationsprozess funktioniert und bereits gute Produktionszahlen erzielt, bedeutet nicht, dass er nicht optimierbar ist.

 

Jeder Autoklav ist ein Unikat! Daher muss der Sterilisationsprozess für jeden Autoklaven überprüft werden, um einen sicheren Prozess und somit sichere Produkte für den Kunden zu gewährleisten. Gerade neu angeschaffte Autoklaven müssen besonders betrachtet werden.

 

Bei einer Validierung wird festgestellt, ob der Prozess für die thermische Haltbarmachung der herzustellenden Produkte ausreicht. Darüber hinaus wird festgestellt, ob der Energieverbrauch optimiert oder anders ausgedrückt minimiert werden kann und somit die Betriebskosten gesenkt werden können.

 

Der gesenkte Energieverbrauch hat noch einen weiteren Vorteil. Durch einen verringerten Energieeintrag in das Produkt, steigt die Produktqualität aufgrund des schonenderen Sterilisationsprozesses.

 

Aber nicht nur ein erhöhter Energieverbrauch führt zu hohen Kosten:

Autoklavenvalidierungen sollen nur von erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden. Sofern Sie in den Unternehmen vorhanden sind, benötigen diese Mitarbeiter zunächst lange Zeit mit der Recherche für die Vorgehensweise einer Validierung.

 

Es kommen Fragen auf wie z.B.: Was ist eine Validierung überhaupt? Wie viele Logger benötige ich? Wo positioniere ich diese? Wie werte ich die Daten aus? Benötige ich eine spezielle Software/Softwareschulung und wie bewerte ich die gemessenen Daten? … und Unsicherheit bleibt!

 

Die Arbeitszeit dieser Fachleute wird in Unternehmen immer knapper und wertvoller. Auch benötigen diese Personen i.d.R. deutlich länger als externe Spezialisten. Der Aufwand der sorgfältigen Dokumentation wird häufig ebenfalls unterschätzt und ist bei Ersterstellung besonders groß.

 

Desweiteren ist es notwendig für die Temperatur und Druckmessungen entsprechend kalibriertes Messequipment in großer Anzahl zu verwenden, was sowohl Anschaffungskosten als auch Kalibrierungskosten zur Folge hat.  

 

Eine solche Validierung ist dann allerdings nicht durch ein akkreditiertes Verfahren durchgeführt worden. Der Codex Alimentarius besagt jedoch, dass Erhitzungsverfahren nach wissenschaftlich anerkannten Methoden festgelegt werden müssen. Bei einer Validierung durch das KIN erhalten sie eine Validierung nach einem akkreditierten Verfahren.

 

Fazit:

Eine Validierung durch das KIN bietet Prozesssicherheit und zeigt die Schwachstellen und Verbesserungspotentiale auf. Eine Prozessoptimierung erhöht zusätzlich die Energieeffizienz und auch die Produktqualität, dadurch erhöht sich die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens!